Donnerstag, Januar 31, 2008

Klausuren, Abschiede und Fiestas

Wie hier auf dem Bild zu sehen: Der Januar stand bei den meisten Studenten ganz im Zeichen der anstehenden Klausuren - und die Tanzflächen in den Clubs und Bars waren spürbar leerer. Wir haben vergeblich versucht, diesem Trend entgegenzuwirken! :-)
Naja, die Prüfungszeit ist nun seit gestern für mich vorbei und mit den Ergebnissen kann ich wohl zufrieden sein...

Foto: Hier stehen wir alle vor einer kleinen Tapasbar in der Altstadt Zaragozas: Mein Mitbewohner Alex hatte eingeladen, denn es war sein letzter Abend hier in Spanien. In den nächsten Tagen und Wochen werden beinahe alle Erasmusstudenten zurück in die Heimat fliegen, nur wenige bleiben für ein ganzes Jahr hier.
Aber die ersten Treffen in Deutschland sind schon organisiert! :-)

Was hat sich die Vermieterin wohl gedacht, als sie unsere Wasserrechnung des Novembers gesehen hatte: In dem Monat hatten Emma, Alex und ich Besucher in Spanien, zeitweise war aus der 3er eine 11er WG geworden! - Einige werden sich erinnern, nicht wahr?! :-)
Konsequenterweise war bei der Verbrauchsstatistik der Vermieterin etwas mehr "Abweichung" aufgetreten... Naja, sie wird sich schon eine Erklärung für >630 Liter pro Tag machen werden... hehe


Die Spanier sind das ganze Jahr über auf der Suche nach weiteren Möglichkeiten, Stadtfeste zu feiern und einen Tag frei zu machen. Ende Januar war es mal wieder so weit: Der bekannte Stadtpatron "San Valero" aus dem 4. Jh. hatte wohl Geburtstag oder so und so gab es mal wieder ein buntes Programm aus Straßenkünstlern, kleine Musikfestivals und Museumsspecials. Das Beste aber war natürlich der Riesen-Kuchen auf dem Plaza del Pilar. Zu jedem Feiertag backen die Bäckereien hier leckere Sahne-Hefe-Ringe (siehe Blogeintrag 6.1.).. Pünktlich um 10.00 Uhr morgens (nach anstrengender Fiesta nachts zuvor!) waren wir mit einigen Leuten auf dem Pilar-Platz. Zu unserem Entsetzen mussten wir sehen, dass die Leute bereits in mehrere hundert Meter langen Schlangen geduldig warteten, bis sie am Ende ein Stück des Kuchens inklusive einem Becher heißer Schokolade bekommen würden. Das Fernsehen berichtete live, der Bürgermeister war anwesend und alle um einen herum war bestens zufrieden... Wir entschieden uns am Ende für eine Portion Chocolate&Churros in einem Café...








Der nächste Plan steht auch bereits: Morgen geht's mit dem Auto für eine Wochen in Richtung Andalusien: Toledo, Granada, Malaga, Cadiz, Sevilla und Co warten auf uns! :-)

Sonntag, Januar 13, 2008

Besuch der "Heiligen Drei Könige" und von Alex und Heike

Nach dem Weihnachtsfest und Silvester in der Heimat ging es am 3. Januar wieder zurück nach Spanien.
Nach der Ankunft in Deutschland hatte man sich rasend schnell wieder daran gewöhnt, in Münster zu sein - aber nach dem Rückflug nach Zaragoza war es ebenfalls so, als wäre man nie woanders gewesen...

Hier erwartete mich das Lernen für die Klausuren - und Besuch: Alex besuchte gerade Heike in Burgos und die beiden haben kurzerhand einen kleinen Abstecher und eine Nacht in Zaragoza verbracht.

Wie man hier auf dem Foto vor dem Rathaus sehen kann, war die Weihnachtsbeleutung und der Schmuck noch nicht abgehangen worden, und das hatte auch seinen guten Grund. Denn am Vorabend des 6. Januar kommen haben die Drei Könige ihren großen Auftritt: Zusammen mit Gefolge aus Gauklern, Feuerspuckern, Tänzern, Fahnenschwenkern, Akrobaten und kostümierten Umzüglern kommen die "Könige" auf prächtig dekorierten Wagen in die Stadt gezogen und Tausende winken ihnen zu. Zugegeben: Das ganze Spektakel ist wohl eher auf Spanier im Alter von 3-7 Jahren ausgelegt, und diese sind es auch, die sich am meisten freuen. Schließlich ist es ja nun einmal so, dass diese drei Herren aus dem Morgenland die Geschenke bringen, und wenn alle glücklich nach Hause gehen, sind die Stiefel unter dem Baum schon prall gefüllt mit den Weihnachtsgeschenken.

Wie bei jedem Fest in Spanien gibt es auch am Dreikönigstag ein besonderes kulinarisches Highlight: Der Roscón de Reyes. Jede Bäckerei bietet diesen (über-)süßten Hefering mit Sahnefüllung in den verschiedensten Größen an, das besondere ist jedoch die in der Füllung vesteckte haba (Bohne), was heutzutage aber eine kleine Figur ist... Der glückliche Finder darf eigentlich den vorher festgelegten Wetteinsatz einstreichen - oder muss einen ausgeben. Da Alex das Figürchen hatte, bin ich für letzteres! :-)